Veranstaltungen

Politische Diskussionsrunde des Vereins Ehemaliger Stipendiat*innen der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

„Quo vadis offene Gesellschaft? Strategien gegen Rechtspopulismus“

in Koopertion mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Anmeldung

Datum
Freitag, 07.09.2018
18.00 bis 21.30 Uhr

Ort
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin

Durch gefestigte demokratische Staaten Europas geht ein Ruck des (Rechts-) Populismus. In den Parlaments- und Präsidentenwahlen in Österreich und Frankreich konnten die zentrumsorientierten, demokratischen Parteien die Wahlen gewinnen, doch bei den knappen Wahlausgängen kann keine Rede von einem Sieg der Demokratie sein. Über Europa hinaus zeigen die Wahl Donald Trumps in den Vereinigten Staaten, die britische Entscheidung für den Brexit, die politischen Umbrüche in Russland, Ungarn und Polen sowie der Türkei, Indien oder den Philippinen klare Erfolge rechter und nationalistischer Populisten. Auch wenn die Umstände dieser Entwicklungen länderspezifische Kontexte haben, so handelt sich bei dem Phänomen des neuen Rechtspopulismus um eine globale Entwicklung.

Mit dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag hat nun auch Deutschland eine rechtspopulistische Partei im höchsten Parlament. In manchen neuen Bundesländern sind sie bereits zweitstärkste Kraft, bei der Bundestagswahl ging die AfD in Sachsen sogar knapp als Siegerin hervor. In manchen Städten stellen Sie bereits Bürgermeister, in anderen Gemeinden Land- oder Stadträte.

Wie kam es zu dieser Entwicklung und worin liegen die Ursachen? Welche Folgen hat diese Entwicklung bereits jetzt für die politische Kultur? Wie verändern sich Werte und Institutionen unserer Gesellschaft? Und vor allem: Wie sieht der Gegenentwurf einer offenen Gesellschaft aus? Welche Möglichkeiten bestehen auf Lokal, Regional- oder Bundesebene?

Mit dieser neuen Situation heißt es umgehen zu lernen, Erfahrungswerte zu sammeln sowie zivile und politische Gegenstrategien zu entwickeln. Bei dieser Veranstaltung wollen wir den Fokus gezielt auf positive Gegenstrategien setzen, eine Auseinandersetzung zu diesen Fragen anzustoßen und den grünen Diskurs aktiv mitzugestalten.

 

Programm

Freitag, 7. September 2018

18 Uhr Begrüßung und Einführung durch

  • Josephine Tröger und Ingmar Mundt (Vereinsvorstand)
  • Dr. Ulla Siebert (Leiterin des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung)
18.10 Uhr Eröffnungsvortrag: „Fiktionalisierung der Politik im Populismus“

Ole Meinefeld, Referent Zeitdiagnose und Diskursanalyse der Heinrich-Böll-Stiftung

18.30 Uhr Podiumsdiskussion „Quo vadis offene Gesellschaft? Strategien gegenRechtspopulismus“

Es diskutieren:
Mohamed Amjahid (DIE ZEIT, Autor),
Lisa Gutsche (Gegenargument)
,
Dr.
Claudia Maicher (B’90/Die Grünen; MdL Sachsen),
Ole Meinefeld (Heinrich-Böll-Stiftung),
Prof. Dr. Tobias Rothmund (Universität Koblenz-Landau)

Moderation: Marie-Sophie Adeoso (Frankfurter Rundschau)

ab 20.30 Uhr Fortführung der Diskussion und Vernetzung
mit Getränken und Abendessen an der Böll-Bar

Die Referent*innen

Mohamed Amjahid (ZEIT Redakteur und Buchautor mit den Schwerpunktthemen Menschenrechte, Soziale Bewegungen, Außen- und Sicherheitspolitik)

Lisa Gutsche (Initiative „Gegenargument“, freiberufliche Trainerin für außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung u.a. zur extremen Rechten und Rassismusprävention)

Dr. Claudia Maicher (B’90/Die Grünen, MdL Sachsen, Sprecherin für Hochschul-, Wissenschafts-, Kultur- und Medienpolitik mit Schwerpunkt auf Strategien gegen Rechtspopulismus)

Ole Meinefeld (Referent Zeitdiagnose und Diskursanalyse / Arbeitseinheit Grüne Akademie bei der Heinrich-Böll-Stiftung)

Prof. Dr. Tobias Rothmund (Universität Koblenz-Landau, forscht zur Entstehung politischer Einstellungen und Ideologien sowie der Rolle von Populismus und Misstrauen in politische Eliten)

Moderation: Marie-Sophie Adeoso (Journalistin und Kulturwissenschaftlerin, seit 2008 bei der Frankfurter Rundschau, schreibt zu den Themen Migration und Interkulturelles)

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis spätestens 05. September 2018 hier an:

Anmeldung

Fahrtkosten

Fahrtkosten sind selbst zu tragen. Vereinsmitgliedern werden 75% der Fahrtkosten erstattet, die über einer Selbstbeteiligung von 50 Euro liegen, sofern die Anreise mit der Bahn in der 2. Klasse oder dem Fernbus erfolgt. Die Originalbelege müssen anschließend eingereicht werden. Bitte nutzen Sie Sparangebote.

Die Erstattung der Fahrtkosten für Vereinsmitglieder ist zusätzlich an die Teilnahme der Mitgliederversammlung am 08.09.2018 gebunden.

Inklusion

Wir bemühen uns, unsere Veranstaltungsorte so auszusuchen, dass Menschen mit Behinderungen nicht ausgeschlossen sind. Bitte fragen Sie einfach nach, wenn Sie nicht sicher sind, ob der Veranstaltungsort für Sie geeignet ist. Gerne bemühen wir uns um weitere Unterstützung.

Dokumentation

Wir weisen die Teilnehmenden an unseren Veranstaltungen darauf hin, dass während den Veranstaltungen Fotos gemacht und für Zwecke der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden können. Falls Sie der Verwendung von Bildern widersprechen wollen, teilen Sie dies bitte direkt vor Beginn der Veranstaltung persönlich mit.

Fragen

Falls Sie weitere Fragen haben, bitte wenden Sie sich an den Vorstand des Vereins ehemaliger Stipendiat*innen der Heinrich Böll Stiftung (vorstand@hbs-ehemalige.de).